News 2005 News 28.11.05
 

Reisefirmen bieten Armen eine Perspektive - 28.11.05
Der Reisesektor soll durch Wachstum dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Armut zu bekämpfen. Das betonte der Minister für Umwelt und Tourismus, Willem Konjore, auf dem 'Tourismusforum' vergangene Woche in Windhoek. Zugleich lobte er, dass die Branche im Sinne der BBEE-Politik der Regierung (Broad-based Black Economic Empowerment) ernsthafte Schritte unternehme, Benachteiligte zu fördern.

 
  Thema Nummer 1 auf der Fachtagung war die BBEE-Charta, die auf dem Tourismusforum im vergangenen Jahr angenommen worden war. Der Dachverband Federation of Namibian Tourism Associations (FENATA) präsentierte Ergebnisse einer Umfrage unter Mitgliedern angeschlossener Verbände. Zwei Drittel der Betriebe, so FENATA-Geschäftsführerin Jackie Asheeke, würden bereits BBEE-Maßnahmen praktizieren - sei es in Form von Ausbildung, Hilfe für umliegende Gemeinschaften oder auch Unterstützung bei der Gründung von Kleinstunternehmen. Zugleich warnte sie vor voreiligen Schlüssen. Auf die Umfrage hätten mit 148 Betrieben zwar weit mehr geantwortet als erwartet, aber aus dieser Zahl könne man kein Bild für die gesamte Reisebranche zeichnen.  
  Die Teilnehmer der Tagung erhielten zudem einen Einblick in zwei BBEE-Projekte. Dinah Uanguta stellte ihre Firma "Camelthorn Transfers and Tours" vor, die sie mit Hilfe des etablierten Reiseveranstalters Sense of Africa aufgebaut hat. Ihr Unternehmen bietet vor allem Transfers zwischen dem Flughafen und der Stadt Windhoek.  
 
Piet Swiegers vom Gondwana Sperrgebiet Rand Park (Klein-Aus Vista) schildert seine Erfahrungen mit dem Aus Tourist Information Centre.
 
  Piet Swiegers vom Gondwana Sperrgebiet Rand Park (Klein-Aus Vista) skizzierte das kommunale Projekt des Aus Tourist Information Centre, das von seinem Unternehmen initiiert worden war. Dabei wies er darauf hin, wie wichtig es ist, die betroffenen Menschen in die Planungen und Entscheidungen einzubeziehen. Oftmals bestehe großes Misstrauen - was nach Jahrzehnten der Apartheid nicht verwunderlich sei. Das Info-Zentrum wurde mit Mitteln der Europäischen Union an der Ortseinfahrt von Aus errichtet und soll im kommenden März eröffnet werden.  
  Weitere Themen der Tagung waren die Arbeit des Namibia Tourism Board (NTB) hinsichtlich Registrierung, Ausbildung und Marketing sowie Probleme und Lösungsansätze bei HIV/Aids am Arbeitsplatz.
 
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