| |
|
| |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
Pressemitteilung
08.03.06
an: Medien ITB
von: Bush Telegraph (Kontakt
s.u.)
zur sofortigen Veröffentlichung
- 1 Text (Dt.), 5 Fotos, 3 Logos
- Text: 1.200 Worte / 8.300
Zeichen
- PDF
Download (477 KB) |
|
 |

|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
Vielfalt
der Wüste - Four Deserts Route Namibia
Wüsten haben viele Gesichter. Immer wieder zeigen
sich Touristen überrascht von der Vielseitigkeit
arider Landschaften im Süden Namibias. Das Geheimnis
dieser Vielfalt: Es handelt sich nicht um eine Wüste,
sondern um vier Wüstensysteme - die Kalahari im
Osten, die Nama Karoo im Zentrum, die Sukkulenten Karoo
im Südwesten und die Namib im Westen. |
|
 |

|
 |
 |
In diesem
Jahr stehen Wüsten weltweit im Rampenlicht,
denn die Vereinten Nationen haben 2006 zum 'Internationalen
Jahr der Wüsten und Wüstenbildung' erklärt.
Dabei geht es um zweierlei: um den Schutz von
Wüsten als empfindliche Ökosysteme und
um die Eindämmung unnatürlicher Ausbreitung
von Wüsten, durch die eine nachhaltige Entwicklung
in vielen Gebieten der Erde bedroht wird.
Beides findet sich auch in der neuen 'Four
Deserts Route Namibia', die auf der Internationalen
Tourismus Börse (ITB) im März 2006 vorgestellt
wurde: Touristen können auf dieser Route
die vier Wüstensysteme Namibias in ihrer
ganzen Vielfalt noch intensiver erleben als zuvor
- und leisten durch ihren Aufenthalt zugleich
einen Beitrag zum Erhalt |
|

Im Herzen der Namibwüste: Trockene Lehmpfanne beim berühmten Sossusvlei.
Foto: Gondwana Desert Collection |
|
 |
| |
| dieser Wüsten und zur Entwicklung
dort lebender ländlicher Gemeinschaften.
An der Spitze der Initiative stehen Open Africa
und die Gondwana Desert Collection; über
30 weitere Partner haben sich angeschlossen. Open
Africa arbeitet daran, die Wunder Afrikas mit
einem Netz touristischer Routen vom Kap bis nach
Kairo zu verbinden. Die Gondwana Desert Collection
bringt Touristen mit ihren vier Naturparks die
vier Wüsten Namibias nahe. |
|
|
 |

|
 |
 |
| Die
'Four Deserts Route Namibia'
deckt den gesamten Süden ab, vom Gariep (Oranje)
bis zum Wendekreis des Steinbocks. Die Route ist
jedoch keine einzelne Straße, die zufällig
durch vier Wüsten führt, sondern besteht
in einer Auswahl von Unternehmen - Unterkünfte,
Touren, Kunsthandwerk - die sich um Sehenswürdigkeiten
herum angesiedelt haben. Touristen können
auch Nebenrouten wählen und dabei speziellen
Interessen nachgehen - wie Wild- oder Vogelbeobachtung,
Botanik, Geologie, Archäologie, Geschichte
und Kultur. Auch wer das Abenteuer sucht, wird
fündig. Alle Partner teilen die gemeinsame
Vision der 'Four Deserts Route
Namibia': Besucher für Namibias Wüsten
zu begeistern, die empfindlichen Lebensräume
zu bewahren und ländliche Gemeinschaften
in ihrer Entwicklung zu unterstützen. |
|

Karte Four Deserts Route.
Karte
Download (1,74 MB) |
|
 |
 |

|
 |
| |
Die Route wird
in Phasen ausgebaut, der Kreis der Teilnehmer nach und
nach erweitert. Gondwana plant zudem, in jeder Wüste
ein Informations-Zentrum zu errichten. In Wort und Bild
sollen Besucher nicht nur über die jeweilige Wüste,
ihre Entstehung sowie Flora und Fauna informiert werden,
sondern auch über die dort lebenden Menschen, ihre
Kultur und Geschichte. Das erste Info-Zentrum entsteht
in Aus am Rande der Sukkulenten Karoo; das zweite am
Wendekreis des Steinbocks in der Kalahari. |
|
 |

|
 |
| |
Vier
Wüsten im Süden Namibias
Neben der gängigen Definition, dass eine Wüste
ein Trockengebiet ist, muss man sich eine Gegend vorstellen,
in der die Verdunstung mindestens zehn Mal höher
ist als der dürftige Niederschlag (weniger als
250 mm). Dann bekommt man rasch Respekt vor jedem Lebewesen,
das bei solchen Bedingungen existiert. So manchen Besucher
mag es überraschen, dass eine Wüste nicht
nur aus Sand besteht, sondern auch felsig und bergig
sein kann, mit weiten Schotterflächen dazwischen.
Sie ist ein Kaleidoskop von faszinierenden geologischen
Formen, und die |
|
 |
gewaltigen,
immer wieder wechselnden Landschaften üben
einen Zauber aus, den man sein Leben lang nicht
vergisst. Außerdem sind unsere lebenden
Wüsten wichtige Zentren der Artenvielfalt.
Tiere und Pflanzen haben sich den kargen Bedingungen
einfallsreich angepasst. Man kann Extreme von
Trockenheit, Hitze und Kälte erleben; Weite
und Stille; unglaubliche Sonnenuntergänge
und einen mit Sternen übersäten Nachthimmel.
Ein Höhepunkt ist auch die Begegnung mit
Menschen. Ihre kulturelle und historische Identität
ist im Überleben verwurzelt, und sie teilen
die Schönheiten ihrer Umwelt gerne mit Besuchern.
Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft macht sie
zu idealen Botschaftern der Wüste.
|
|

Blühende Wüste: Sukkulenten Karoo bei Aus.
Foto: Klein-Aus Vista |
|
 |
 |

|
 |
| |
Die neue Route
lädt den Besucher ein, die Wüsten zu erkunden
und ihre einzigartige Pflanzen- und Tierwelt besser
verstehen zu lernen. |
|
 |

|
 |
| |
Im Osten ist
der tiefe rote Sand der Kalahari
Wüste in langen parallelen Dünenreihen
angeordnet. Teilweise wachsen darauf Gräser, und
Kameldornbaum und Weißstamm setzen grüne
Akzente. Oberflächenwasser ist rar, denn Regen
versickert rasch. Deshalb haben Tiere spezielle Überlebensstrategien
entwickelt, und Gemsböcke, Springböcke und
Strauße ziehen wieder in großer Zahl durch
die Kalahari. Auch die Zahl der Geier steigt. Die Kalahari
ist Heimat der San (Buschleute), des uralten, legendären
Volkes, das einst so bescheiden von diesen Ressourcen
lebte und die Kunst der nachhaltigen Existenz perfektionierte. |
|
 |

|
 |
| |

Gemsbock-Herde auf einer Kalahari-Düne.
Foto: Gondwana Desert Collection |
|
 |

|
 |
| |
Die Nama
Karoo nimmt den größten Teil der südlichen
Landesmitte ein: wie ein gewaltiger Keil reicht sie
aus Südafrika über den Gariep (Oranje), bis
etwa 120 km südlich von Windhoek, und zieht sich
dann als schmaler Streifen am Ostrand der Namib entlang
nach Angola. Die geologischen Formationen nehmen in
Gestalt des Fischfluss Canyons gewaltige Ausmaße
an. Es ist der zweitgrößte Canyon der Erde.
Er entstand vor rund 130 Millionen Jahren, als der Urkontinent
von Gondwana zerbrach. Neben Zwergsträuchern und
einzelnen Grasflächen ist der Köcherbaum ein
faszinierendes und unübersehbares Symbol des Südens.
Beim Wandern und Fahren erhält man eine gute Gelegenheit,
wachsende Herden an Springbock, Gemsbock, Kudu, Bergzebra
and Strauß zu beobachten. Die Nama Karoo besteht
zum größten Teil aus weiten Ebenen. Rund
120 km nördlich von Keetmanshoop erhebt sich das
dunkle, geheimnisvolle Massiv des Brukkaros. Vielleicht
war es die Stille dieser enormen Wüste, die vor
einem Jahrhundert etwas weiter westlich zum Bau des
märchenhaften Schlösschens Duwisib inspirierte? |
|
 |

|
 |
| |

Typische Landschaft der Nama
Karoo am Fischfluss Canyon.
Foto: Gondwana Desert Collection |
|
 |

|
 |
| |
Südwestlich
von Aus erstreckt sich die Sukkulenten
Karoo. Sie liegt weitgehend im Winterregen-Gebiet
und ist von bizarr anmutenden Gewächsen geprägt,
die Feuchtigkeit in Blättern und Stämmen speichern.
Die Sukkulenten Karoo ist die artenreichste Wüste
der Welt und gilt unter Wissenschaftlern als eines der
25 biologisch wertvollsten Gebiete der Erde. Es lohnt
sich während des gesamten Jahres, diese Wunder
der Pflanzenwelt näher anzuschauen, auch wenn sie
nach der Regenzeit, wenn sie sich in ein Blütenmeer
verwandeln, am spektakulärsten sind. Lüderitz
ähnelt mit seiner rauhen, kargen Landschaft einer
Insel. In der Nähe sind Afrikanische Pinguine zu
sehen – und nicht zu überhören –
und bei einem Besuch der Geisterstadt Kolmanskuppe fragt
man sich unwillkürlich, wie wohl der Alltag der
Menschen aussah, die einst in der Diamantenstadt gelebt
haben. Westlich von Aus lassen sich die faszinierenden
Wilden Pferde der Namib beobachten, die sich diesen
Lebensraum vor etwa 90 Jahren erobert haben - und die
mittlerweile als eigene Rasse (die 'Namibs') bezeichnet
werden können. |
|
 |

|
 |
| |
Nach
Norden zieht sich die Namib Wüste
als schmaler Streifen am Atlantik entlang. Im Süden
besteht sie aus rötlich leuchtenden Wanderdünen,
in der Mitte aus Schotterflächen mit Inselbergen
und im Norden aus zerklüfteten blauen Bergen, in
die ephemere Flussläufe tiefe Täler geschnitten
haben. Nebel versorgen Pflanzen und Tiere mit Feuchtigkeit.
Für Besucher gibt es viel zu erleben: man kann
früh morgens am Sossusvlei auf die höchsten
Dünen der Welt steigen; südlich von Solitaire
uralte rote Dünen erkunden, die über Jahrmillionen
zu Stein geworden sind; große schwarze Ohrengeier
beobachten, die am Himmel ihre Kreise ziehen, oder der
Spur eines Gemsbocks folgen, der einsam über die
Schotterflächen zieht. Ein einzigartiges Erlebnis
ist eine Ballonfahrt über das endlose Dünenmeer,
wenn es im ersten Morgenlicht rötlich aufleuchtet. |
|
 |

|
 |
 |
Die 'Four Deserts Route Namibia'
ist etwas ganz Besonderes: sie bringt die Vielfalt
der Wüsten zur Geltung, zeigt alternative
und nachhaltige Wege der Landnutzung auf, die
produktiver sind, mehr Arbeitsplätze schaffen
und höhere Einnahmen erzielen als die konventionelle
Farmwirtschaft. Dabei werden das natürliche
Gleichgewicht und die Artenvielfalt der Wüste
geschützt oder gar wieder hergestellt.
Mehr zur 'Four Deserts Route
Namibia' bei Open Africa auf www.africandream.org
(ab Mai 2006) und vorab auf www.four-
deserts-route-namibia.com. |
|

Spinnerin einer Weberei
bei Dordabis in der Kalahari, in der Karakulwolle
zu Teppichen verarbeitet wird.
Foto: Ibenstein Weavers |
|
 |
 |

|
 |
| |

Logos (v.l.n.r.): '4 Deserts
Route', Gondwana Desert Collection, Open Africa
Logos
Download (313 KB) |
|
 |
 |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
|
|
|